Gute Gründe für die Tenure-Track-Professur in Deutschland
Die Tenure-Track-Professur in Deutschland beinhaltet von vornherein die Zusage, nach erfolgreich absolvierter, befristeter Bewährungszeit in eine Lebenszeitprofessur übernommen zu werden. Die Lebenszeitprofessur ist immer mit einer Verbeamtung oder einer Dauerstelle verknüpft. Eine feste grundfinanzierte Ausstattung für Lehre und Forschung gibt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Handlungssicherheit.
Viele Hochschulen verfügen über umfangreiche Personalentwicklungsmaßnahmen zur Unterstützung während der Tenure-Track-Professur. Beispielsweise werden in Mentoring-Programmen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (Mentees) durch eine berufserfahrene Fach- oder Führungsperson (Mentorin oder Mentor) darin unterstützt, ein eigenes Profil zu entwickeln. Die Integration der Tenure-Track-Professorinnen und -Professoren in das professorale Kollegium ist den Hochschulen ein wichtiges Anliegen. Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden zunehmend durch ihre Hochschulen mit Unterstützungsmaßnahmen und -angeboten bedarfsgerecht begleitet und unterstützt.
Jedes Elternteil kann in Deutschland bis zu drei Jahre Elternzeit nehmen. Der Staat zahlt Tenure-Track-Professorinnen und Professoren unabhängig von der Staatsbürgerschaft bis zu 14 Monate lang ein Elterngeld, wenn sie ihr Kind nach der Geburt betreuen. Auch die Hochschulen unterstützen Professorinnen und Professoren und ihre berufstätigen Lebenspartnerinnen und -partner mit speziellen Angeboten. Die Laufzeit einer Tenure-Track-Professur kann aufgrund der Geburt oder Adoption eines Kindes in der Regel verlängert werden. Dies ergänzt die bestehenden Regelungen wie Mutterschutz, Elternzeit oder Teilzeitarbeit, die der deutsche Staat gewährt.
Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler finden in Deutschland eine breit aufgestellte Forschungsinfrastruktur und Forschungslandschaft vor -mit exzellenten Universitäten, international renommierten Forschungseinrichtungen wie die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft sowie einer forschungsstarken Industrie. Im „Nature Index“ des Jahres 2022 zur naturwissenschaftlichen Publikationsleistung von Forschungseinrichtungen und Hochschulen erreicht Deutschland die beste Wertung in Europa und weltweit Platz drei. Deutschland gehört zu den Ländern mit den weltweit höchsten Investitionen in Forschung und Entwicklung. Im Jahr 2022 betrug der Anteil des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Forschung und Entwicklung 3,13 Prozent. Zudem gibt es viele attraktive Optionen, zusätzliche Drittmittel aus privaten oder öffentlichen Stellen einzuwerben.
Deutschland ist eine wertebasierte Demokratie und eines der sichersten und freiesten Länder der Welt. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantiert neben freier Meinungsäußerung und Pressefreiheit auch die Wissenschaftsfreiheit für alle in Deutschland Forschenden. Der Academic Freedom Index 2024 verortet Deutschland in der Wissenschaftsfreiheit auf Platz 11 unter 179 Nationen.
Als modernes Einwanderungsland ist Deutschland attraktiv für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt. Mit einem hohen Anteil ausländischer Forschender, vielen internationalen Projektkooperationen und weltweiten Netzwerken sind die Forschungseinrichtungen in Deutschland international ausgerichtet. 2022 waren rund 63.100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ausländischer Staatsangehörigkeit an deutschen Hochschulen tätig, darunter rund 3.900 mit einer Professur. Mit einem Aufenthaltstitel für Deutschland können internationale Forscherinnen und Forscher auch in anderen EU-Ländern arbeiten. Für Tenure-Track-Professorinnen und -Professoren aus dem Ausland bieten viele Hochschulen Welcome-Center, hochschuleigene Sprachkurse oder Mentoring-Angebote.
Deutschland gehört weltweit zu den Ländern mit den höchsten Lebensstandards. Der Human Development Index HDI 2021 der Vereinten Nationen platziert Deutschland auf Platz 7 von 193 Ländern. Kinderbetreuung ist in Deutschland im internationalen Vergleich kostengünstig. Öffentliche Schulbildung ist in Deutschland kostenlos.
Deutschland bietet ein stabiles, umfangreiches soziales Sicherungssystem, von dem auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern profitieren. Wesentlicher Bestandteil des deutschen Sozialstaats sind die gesetzlichen Sozialversicherungen (Kranken-, Renten-, Unfall-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung), die Stelleninhaberinnen und Stelleninhaber in einem Angestelltenverhältnis absichern. Für verbeamtete Tenure-Track-Professorinnen und -Professoren ergeben sich entsprechende Ansprüche aus dem Beamtenversorgungsrecht und dem Sozialrecht.